Random Thoughts & Pointless Posts
Posts tagged Big Brother
Benutzeridentifizierung 2.0
Jan 29th
Wir wissen ja inzwischen alle: Google ist böse. Zumindest ein wenig. Google sammelt Benutzerdaten wo es nur möglich ist. Dazu verwendet man gerne ein paar Javascripts um die Klickgewohnheiten der Benutzer zu analysieren und kann sich so schön langsam ein umfassendes Bild des einzelnen Users machen. Wer einen Google – Account hat (und mal ehrlich, wer hat noch keinen?) macht es Google da noch viel einfacher, da können die gewonnenen Daten direkt einem Benutzernamen zugeordnet werden (ja, auch die Daten die Google sammelt wenn ihr nicht angemeldet seid beim Big Brother).
Die EFF hat nun ein sehr eindrucksvolles Beispiel online gestellt, wie man mit ein paar Javascripts den Browser selbst relativ eindeutig zuordnen kann. Durch die Auswertung der Daten, die ein Browser freiwillig her gibt (wie zum Beispiel die Anzahl der installierten Plugins samt Version und genauer Bezeichnung, Bildschirmauflösung, Installierten Schriftarten und so weiter) kann ein Browser recht eindeutig identifiziert und damit natürlich auch im Netz aufgespürt werden.
Wer gerne mal ausprobieren mag, wie einzigartig seine Browserkonfiguration ist: https://panopticlick.eff.org
(via Basic Thinking)
A look into the future?
Jan 13th
A really disturbing look into the future embedded in a harmless looking story can be found over on Blogoscoped. Here’s a short excerpt of the must-read:
When Pete opens his Communication account, he has 12 new messages. Google Communication combines emails, voice messages, collaborative documents and everything else into a single unified stream, ordered by automatically personalized prioritization cues. The top priority right now, Communication decided, was a phone text message from Pete’s boss earlier that morning. “You got to come in early today Pete, the bots are acting crazy.” Pete works from home, as do most of his friends, so he opens up his augmented reality clothing store hooked up to the webcam. He usually works in a simple morning bathrobe but his colleagues won’t ever notice, thanks to the realtime 3D overlays they’ll see instead. It’s nice of Google to release the augmented reality overlays for free, and the AdWords powered sponsor labels on the clothes are a price Pete’s willing to pay.
[…]
All the web’s in Pete’s native tongue, and he can’t remember a time when it was any different. Whichever site he visits, be it originally created in Japanese, Hebrew, Botspeak or whatever language out there, Google Translator transforms into the language Pete’s is most fluently with… not just text, but also imagery, audio content in videos, everything. The Google Translator ships straight with the superbook with no way to switch translation providers, but Pete’s happy with its results. He’s used to encountering strange language on some sites and there’s a constant barrier of cultural misunderstandings, but people by and large got used to all of this, and whenever there’s a verbal fight about to erupt, it’s easy to blame the issue on those “pesky translator software” and make peace.
Orwell’sches Österreich
Jul 16th
Wer gedacht hat, wir her in Österreich habens gut, da wird wenigstens das Internet nicht zensiert, der hat damit wohl recht. Dafür rückt hierzulande der Überwachungsstaat von gänzlich anderer Richtung näher. Mit der letzten Novelle des Sicherheitspolizeigesetzes wurden der Polizei im §53 Absatz 3a+b die Möglichkeit den Benutzer von bestimmten IP Adressen (ohne richterliche Verfügung) herauszufinden, und das Überwachen/Orten von Mobiltelefonen – natürlich auch ohne richterliche Kontrolle.
Diese beiden Bestimmungen wurden zwar beim Verfassungsgerichtshof angezeigt, dieser hat die Anträge heute aber aus formellen Gründen abgewiesen. Laut Verfassungsgerichtshof kann eine solche Verfassungsgerichtliche Prüfung des Gesetzes nur von einer betroffenen Person selbst beantragt werden. Ich bin mir sicher man erfährt nur sehr schwer ob man geortet bzw. überwacht wird, vor allem da ja keinerlei richterliche Prüfung stattfindet; Es gibt zwar einen(!) im Innenministerium angesiedelten Rechtsschutzbeauftragten der die Rechtmäßigkeit der Überwachungen prüfen soll, aber allein im ersten Halbjahr 2008 gab es 3863 IP – Ausforschungen und 258 Telefonortungen…
Die Zensur kommt nach Deutschland
Jun 18th
Der zumindest in Internetkreisen heftig umstrittene Gesetzesentwurf „zur Bekämpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen“ wurde heute im deutschen Bundestag mit 389 zu 128 Stimmen angenommen. Damit werden alle Internetzugangsprovider in Deutschland dazu verpflichtet all jene Seiten, die auf einer Sperrliste des BKA veröffentlicht werden zu sperren. Tun sie das nicht werden Strafgelder von bis zu 50.000 €uro fällig. Damit sollen Kinderpornographische Inhalte „unschädlich“ gemacht werden. Man kann ja solche Sperren bekanntlich nicht durch Anonymisierungsdienste oder Proxyserver umgehen. Ausserdem ist es ja viel einfacher Seiten auf einer Liste zu sperren als wirklich gegen die Verursacher vorzugehen.
Berechnung der Kündigungswahrscheinlichkeit
May 20th
Die Praktiken des Arbeitgebers Google sind durch viele Erfahrensberichte im Netz den meisten bekannt. So gbt es Ruhezonen bei den Arbeitsplätzen, viele Wahlmöglichkeiten beim Mittagssen und Firmeneigenen Shuttledienste für die Angestellten. Jetzt versucht Google auch noch herauszufinden, welche Mitarbeiter als nächstes Kündigen werden.
[Google] recently began crunching data from employee reviews and promotion and pay histories in a mathematical formula Google says can identify which of its 20,000 employees are most likely to quit.
Google officials are reluctant to share details of the formula, which is still being tested. The inputs include information from surveys and peer reviews, and Google says the algorithm already has identified employees who felt underused, a key complaint among those who contemplate leaving.
Laszlo Bock, responsible for human resources at Google, is quoted saying „We haven’t seen the most critical people leave“. He also says that the algorithm helps Google „get inside people’s heads even before they know they might leave“.
Ich in mir nicht sicher ob mir die Richtung gefallen will, in die das Konzept hier läuft. Würde ich von meinem Arbeitgeber mit der Behauptung konfrontirt werden, er hätte festgestellt ich würde bald kündien wollen – möglicherweise noch lange bevor ich mir das selbst eingestehen möchte – müsste ich mir doch überwacht vorkommen? Sind Beförderungen und Gehaltserhöhungen in Zukunft nur mehr dazu da um einen Mitarbeiter beim Unternehmen zu halten anstatt als Bonus für geleistete Arbeiten?